Benutzerfreundlichkeit

Als Benutzerfreundlichkeit, auch Benutzungsfreundlichkeit genannt, bezeichnet man die vom Benutzer / Besucher wahrgenommene Nutzungsqualität bei der Interaktion mit einer Webseite. Eine Webseite erweist sich nur dann als benutzerfreundlich, sofern dem Besucher eine besonders einfache Bedienung der Funktionen einer Webseite präsentiert wird und er sich infolgedessen problemlos auf dieser zurechtfindet. In übertragenen Sinne ist der Terminus „Benutzerfreundlichkeit“ analog zum Begriff „hautfreundlich“ zu verstehen: Freundlich ZUM Benutzer. Darüber hinaus wird in anderen Normungszusammenhängen auch oft von der sogenannten Gebrauchstauglichkeit (engl. Usability) eines (Software-)Produktes, eben einer Webseite, gesprochen. Fazit: Das Nutzungserlebnis muss sich durch Eigenschaften wie Zufriedenheit, leichte Bedienbarkeit und einfaches sowie problemloses Zurechtfinden auszeichnen.

Darüber hinaus weist die Benutzerfreundlichkeit eine enge Verbundenheit mit der Ergonomie auf. Während man unter der sogenannten Hardware-Ergonomie die richtige Anpassung eines Werkzeuges (z.B. einer Optical Mouse) an den Bewegungs- und Wahrnehmungsapparat des Menschen (in diesem Sinne die Hand und Handflächen) versteht, geht es im Rahmen der Software-Ergonomie um die Abstimmung an die sowohl physischen als auch kognitiven Fähigkeiten und Eigenschaften eines Menschen. Damit sind genau genommen die menschlichen Verarbeitungsmöglichkeiten von Informationen auf einer Webseite gemeint. Beispiele hierfür wären softwaregesteuerte Merkmale der Gestaltung und Darstellung wie Farben, Schriftgrößen, struktureller Aufbau, Textgliederung, Bilder, etc.

Die Bewertung der Qualität der Benutzerfreundlichkeit einer Webseite kann grundsätzlich mittels unterschiedlicher Methoden und Möglichkeiten geschehen:

  • Experten-Reviews (z.B. Cognitive Walkthrough, Beurteilung nach Heuristiken)
  • Befragungen der Nutzer (z.B. Interview, Fokusgruppen)
  • Beobachtung der Nutzer (z.B. Feldbeobachtung)
  • Usability-Test
  • Remote Usability-Test

Wie hier bereits ausdrücklich betont wurde, muss jede Webseite bestimmten Anforderungen und Voraussetzungen gerecht werden, um als völlig benutzerfreundlich zu gelten. In diesem Sinne gilt es, die Präsentation des informativen Inhalts einer Webpräsenz an die menschliche Aufnahmefähigkeit anzupassen („Don’t make me think.“). Achten Sie bitte im Hinblick auf eine tadellose Usability auch darauf, Ihre Webseite einem sogenannten Online Speedtest zu unterziehen. Dabei kann sichergestellt werden, dass Ihre Webseite entsprechend schnell und performant beim jeweiligen Benutzer angezeigt wird.

Die visuelle Wahrnehmung erfährt im Rahmen der Web-Usability herausragende, wenn nicht sogar die wichtigste, Bedeutung. Tatsache ist, dass der größte Teil des Informations-Contents von der Außenwelt (etwa 80 %) durch die Augen eines Menschen wahrgenommen wird. Es erweist sich für einen Menschen als wesentlich leichter, Informationen aufzunehmen, diese zu verarbeiten und folglich zu behalten, sofern diese eine bekannte bzw. geordnete und verständliche Struktur aufweisen. Wichtig ist dabei, den Besucher mit unzähligen Informationsmassen nicht zu überfordern, denn zu viele Informationen überlasten das kognitive System. Wahrgenommene Sinneseindrücke erfahren durch Abstraktion, Filterung und das Erkennen von kausalen Beziehungen eindeutige Bewertung und Sortierung.

Ein weiterer wichtiger Aspekt im Rahmen der Web-Usability ist die Thematik der Gestaltungsaufgaben. Es ist stets zu bedenken, dass es das Ziel und die Aufgabe einer Webpräsenz ist, die Bedürfnisse des Kunden mit den richtigen Informationen abzudecken. Der Kunde legt Wert darauf, richtig und umfassend informiert zu werden. Nur durch die seriöse Kommunikation des informativen Inhalts einer Webseite, beispielsweise in WordPress, Typo3, etc., kann der Kunde zu einem potenziellen Kauf angeregt werden. Um diesen abschließenden Schritt zu erreichen, muss die Webseite ihren Inhalt und das allgemeine Produkt- und Dienstleistungsangebotes so eindeutig wie möglich vermitteln: Wo bin ich? Was offenbart und tut diese Webseite? Wo bin ich gewesen? Wohin kann ich gehen?. Damit der Kunde sofort eine Antwort auf diese Fragen findet, erweist es sich als essenziell, die auf der Seite präsentierten Informationen in eindeutigen Hierarchien darzustellen und sinnvoll zu gruppieren. Außerdem sollten lange Ladezeiten vermieden werden. Das heißt, dass die Seite schnell funktionieren muss, da der Besucher / Kunde ungeduldig ist und möglichst schnell zu seinen Informationen gelangen möchte. Darüber hinaus haben sich viele Webseiten-Betreiber dazu entschlossen, ihre User über etwaige Änderungen per Free SMS, z.B via SMS-Station.de, zu informieren, damit sich diese bei ihrem nächsten Webseiten-Besuch optimal zurechtfinden und der positive Effekt der Benutzerfreundlichkeit gewährleistet werden kann.

Achtung: Bevor eine Änderung an einer Webseite vorgenommen wird, sollte vorerst gründlich analysiert werden, ob dies möglich ist und vor allem ob dies eine positive Auswirkung auf die Webseite selbst hat. Gehen Sie dabei nach einem fixen Muster vor, beispielsweise so wie einer einfachen Gedichtanalyse, prüfen Sie die einzelnen Aspekte und setzen Sie diese anschließend zueinander in Beziehung. So kann bei Stimmigkeit bzw. Kontroversen herausgefunden werden, ob sich eine Änderung als positiv oder doch eher als negativ erweisen würde. Als eher problematisch gestaltet sich dieser Gesichtspunkt, wenn man ein Gratis Webdesign einsetztt

Benutzerfreundlichkeit meint jedoch nicht nur die Webseite selbst, sondern auch deren Inhalte. Dies bedeutet, dass der jeweilige Content, z.B. Bilder, Fotos, News, lustige Videos, etc., in die Webseite selbst benutzerfreundlich eingebaut werden muss, damit sich der User trotz Fülle der Seite noch optimal zurechtfindet. Dies gilt beispielsweise ebenfalls für Online-Spiele. Sind derartige Spiele zu kompliziert im Hinblick auf deren Bedienung, so werden die User wohl nicht lange “Spieler” sein. Ein einfaches Steuern der jeweiligen Funktionen ist ein Muss, um ein Online-Spiel erfolgreich zu machen. Gute Beispiele hierfür sind beispielsweise das Facebook-Spiel Farmville oder dessen “Kopie” auf studiVZ, nämlich www.froheernte.org.

Ebenso ist es unabdingbar, schnell die Aufmerksamkeit eines potenziellen Kunden, der auf eine Webseite gelangt, zu gewinnen. Dies kann vor allem das Arbeiten mit intensiven Farben, starken Kontrasten, scharfen Konturen sowie komplexen Formen und Elementen, die den Besucher zu einer eher intellektuellen Auseinandersetzung bewegen, erreicht werden. Zielt eine Webseite jedoch eher darauf ab, „augenfreundlich“ auf die Besucher zu wirken, so sollten eher große Flächen, Pastelltöne und gedeckte, gebrochene oder abgedunkelte Farben verwendet werden. Als besonders vielversprechende „Eye Catcher“ gelten ein hochgesättigtes Rot sowie Warmfarben wie Schwarz und Gelb. Auch Animationen und das bekannte Kindchenschema erregen die Aufmerksamkeit eines Besuchers. Wichtig ist dabei, nicht von allen Methoden gleichzeitig Gebrauch zu machen, da alle Elemente zusammen wieder eher eine ablenkende Wirkung aufweisen.